Grünliberale Wil führen gelungenen Höck zum Thema Bildung durch

Medienmitteilung

Grünliberale Wil führen gelungenen Höck zum Thema Bildung durch

Bildung ist die wichtigste Ressource in einem Land, was mit wenigen Bodenschätzen gesegnet ist in der Schweiz. Die Schule steht angesichts des Wandels mitten in einer grossen Transformation. Die Grünliberalen trafen sich daher am 25. September im Restaurant Rössli in Flawil, um sich über dieses Thema auszutauschen, konstruktiv, aber doch kontrovers.

Bildung ist die wichtigste Ressource in einem Land, was mit wenigen Bodenschätzen gesegnet ist in der Schweiz. Die Schule steht angesichts des Wandels mitten in einer grossen Transformation. Die Grünliberalen trafen sich daher am 25. September im Restaurant Rössli in Flawil, um sich über dieses Thema auszutauschen, konstruktiv, aber doch kontrovers.

Der Lehrpersonenmangel treibt die Schulen nicht nur in der Schweiz um. Der Regierungsrat will mit diversen Massnahmen den Mangel lösen, beziehungsweise entschärfen. Als unbestritten galt es in der Diskussion, dass ausländische Diplome schneller anerkannt werden sollen und die Aufnahme von geeigneten Studieninteressierten sur dossier klarer und offener gehandhabt werden soll. Befürwortet wurde auch eine Verlängerung der Kündigunsfrist von drei auf vier Monate für Lehrpersonen, was den Mangel nicht löst, aber die Verwaltung etwas entlasten soll. Die bisherigen Schritte, die bürokratische Belastung von Lehrpersonen zu senken, sowie mehr Praxisbezug und mehr Resilienz in der PH-Ausbildung aufzunehmen, erachten wir als grundsätzlich sinnvoll, wobei nicht ganz klar ist, was dies in der Praxis bedeutet.

Mit viel Herzblut wurde über das Schulfach Französisch gestritten. Einig waren sich alle Diskussionsteilnehmenden, dass Französisch weiterhin ein Schulfach bleiben soll und die Französischkenntnisse der Schülerinnen und Schüler, also auch die eigenen Sprachkompetenzen, mangelhaft sind. Kontrovers war, ob der Französischunterricht wie bis anhin ab der fünften Klasse erfolgen soll oder erst in der Oberstufe. Die anwesende Kantonsrätin Franziska Cavelti betonte aber auch, dass der Kantonsrat Wert darauflegte, dass die Anpassung im Rahmen von Harmos erfolgen sollte.

Die Diskussion zu Französisch war sehr persönlich. Viele Beteiligte berichteten aus ihrer eigenen Schulzeit oder den Mühen, die ihre Kinder mit der Sprache hatten. Aber auch Aurèlien Sallin, der ursprünglich aus dem französischsprachigen Teil des Kantons Freiburg stammt, berichtete, wie es für ihn war, Deutsch zu lernen, in einem zweisprachigen Kanton. Wichtig erschien allen Anwesenden, dass es wichtig ist, den Schülerinnen und Schülern Französisch nicht nur als Sprache, sondern auch als Zugang zu einer ganzen Kultur zu vermitteln.

Anschliessend entbrannte eine offene Diskussion zur religiösen Neutralität, die ein Vorstoss im Kantonsrat, anlässlich der Nichteinstellung einer Lehrerin mit Kopftuch aufgebracht hatte. Die Debatte spielte sich in den für eine liberale Partei klassischen Schemen ab. Diskutiert wurde über Geschlechterrollen, Laizismus, Toleranz und Kultur. Das Ergebnis nach einer guten halben Stunde war uneindeutig.

Um Religion ging es auch im letzten Teil der Diskussion, zumindest, wenn es nach den Gegnern des Kathis in Wil ging. Auch hier ging ein Graben durch die Gruppe. Die einen sahen im Kathi eine gute Schule mit musischem Profil mit wertvoller «christlich-humanistischer» Grundhaltung, die anderen sahen darin eine religiöse Schule, die sich noch immer nicht den Jungs geöffnet hat, die auch vom musischen Profil profitieren möchten.

Am Ende informierte Franziska Cavelti über das Projekt WilWest über welches vermutlich im März abgestimmt wird. Das Projekt wurde nach der gescheiterten Abstimmung nochmals in gelungenen Workshops beider Regierungsräte verbessert. So gibt es mehr ökologische Ausgleichsmassnahmen, keine Parkplatzpflicht mehr. Mit dem gezielten Ansiedeln von Unternehmen in diesem Gebiet kann die Zersiedelung sinnvoll gebremst werden. Wichtig wird es sein, die Wichtigkeit des Projekts auch anderen Regionen in unserem Kanton klar zu machen.

Die Diskussion wäre noch bis zum Sonnenaufgang weitergegangen, aber nach gut zweieinhalb Stunden wurde der Höck geschlossen. Es wird wohl nicht der letzte gewesen sein.