Donnerstag, 23. Januar 2020

Wil-West: Ein Modell aus der Mottenkiste der Jahrtausendwende

Am Anfang stand der Wunsch nach einem Autobahnanschluss Wil West. Damit der Bund diesen finanziert, soll nun im Westen von Wil auf einer Fläche von 158 000 Quadratmetern innert 25 Jahren ein Industrieareal mit bis zu 3000 Arbeitsplätzen entstehen, inklusive Autobahnanschluss und Bahnhaltestelle.

Gutes fruchtbares Ackerland, das einer Fläche von 22 Fussballfeldern entspricht, soll zubetoniert werden für Firmen, die zuerst mit Steuererleichterungen angelockt werden , und für Arbeitskräfte, die mitsamt ihren Familien wohl aus dem Ausland geholt werden müssen. Dies hat wiederum zur Folge, dass es neue Häuser, Wohnungen, Schulen, Supermärkte und Strassen braucht. Dieser zusätzliche Landverbrauch und die Zubetonierung weiterer zusätzlicher Bodenflächen werden nirgends ausgewiesen, die Kosten schon gar nicht. Wir reden hier nicht nur von der vergleichsweise harmlosen Zersiedelung, sondern von der Zubetonierung eines ganzen Landstriches. Will das die Bevölkerung von Wil und den

umliegenden Gemeinden? Diese Pläne sind nie politisch legitimiert worden.

(Leserbrief Erika Häusermann)